Psychotherapie


Verhaltenstherapeutische Einzelgespräche

 

In einem ersten Gespräch möchte Sie der Bezugstherapeut (in der Regel Diplom-Psychologe) gern kennen lernen, um zu erfahren, mit welchen Anliegen, Beschwerden und Zielen Sie zu uns kommen. Gemeinsam erstellen wir darauf aufbauend den Therapieplan.
Der Bezugstherapeut ist für Ihren gesamten Aufenthalt ein kontinuierlicher Ansprechpartner sowohl für Ihre therapeutischen als auch organisatorischen Anliegen. Dadurch möchten wir gewährleisten, dass es Ihnen möglich ist, eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung aufzubauen. In regelmäßigen Einzelgesprächen werden Sie mit dem Bezugstherapeuten gemeinsam Ihre Problembereiche analysieren und neue, konkrete Bewältigungsmöglichkeiten erarbeiten.

 

Gruppenpsychotherapie

 

In zahlreichen Studien ist die Wirksamkeit von Gruppenpsychotherapien belegt. Wir bieten Ihnen eine Vielzahl unserer psychotherapeutischen Angebote in Gruppenform an.
Dieses beinhaltet die große Chance für Sie, mit anderen in einen Erfahrungsaustausch zu treten und sich Rückmeldungen einzuholen. Wir erleben, dass viele Patienten anfangs „gemischte Gefühle“ und auch Befürchtungen in Bezug auf Gruppentherapien haben. Deshalb bieten wir Ihnen an, in der Basisgruppe unser gruppentherapeutisches Angebot zunächst einmal kennen zu lernen und einen ersten Eindruck zu gewinnen.
Die Problemlösegruppe schließt sich daran an und bietet Ihnen die Möglichkeit eines festen Bezugsrahmens während Ihres Aufenthaltes bei uns im Haus. Dieser fördert  auch das Einleben in eine fremde Umgebung und das Entwickeln von gegenseitigem Vertrauen. Sie ist eine sogenannte „störungsübergreifende“ Gruppe, d. h. Sie haben hierbei zu Mitpatienten mit unterschiedlichen Erkrankungen und Problembereichen Kontakt.
Grundgedanke der Problemlösegruppe ist es, Sie dabei zu unterstützen, systematisch an Probleme heranzugehen, Lösungsmöglichkeiten zu finden und mit Hindernissen und negativen Gefühlen auf dem Weg zur Problemlösung umgehen zu können. Hierbei ist die gegenseitige Unterstützung im Gruppenprozess sehr hilfreich, da Sie sich als Gruppenmitglieder durch Ihre Stärken und die im Laufe Ihres Lebens erworbenen Bewältigungsstrategien gut ergänzen können.

 

Indikationsgruppen / „Störungsspezifische“ Gruppenpsychotherapie

 

Unsere Patienten empfinden es oft als hilfreich, sich mit Mitpatienten, bei denen ähnliche Beschwerden vorliegen, auszutauschen (also unter „Gleichgesinnten“ zu sein). Darum haben wir verschiedene Therapien an sogenannten Indikationen und den daraus resultierenden Bedürfnissen orientiert.
Dazu zählen die Depressionsbewältigungsgruppe, die Soziale Kompetenzgruppe, die Stressbewältigungsgruppe, die Schmerzbewältigungsgruppe, die Angstbewältigungsgruppe und die Gruppe „Genuss und Essen“.

 

Depressionsbewältigungsgruppe

 

Wenn Sie unter einem der depressiven Erkrankungsbilder leiden, dann könnte diese Indikationsgruppe für Sie von Interesse sein. Inhaltlich geht es um die psychoedukative Vermittlung der Depressionsentstehung in Anlehnung an das Vulnerabilitäts-Stress-Modell (z. B. Bäumle, 1994), der typischen Symptome der Erkrankung sowie der Behandlungsformen. Weitere Schwerpunkte stellen die Steigerung angenehmer Aktivitäten, die Vermittlung von Methoden zur Erhöhung positiver und Verminderung negativer Gedanken sowie Ansätze zur Entwicklung konstruktiven Denkens in Anlehnung an die ABC-Methode nach A. Ellis dar. Darüber hinaus legen wir den Behandlungsfokus auf eine ziel- und werteorientierte Zukunftsgestaltung unter Nutzung der eigenen Ressourcen und Akzeptanz der Erkrankung. Die Erarbeitung eines individuellen Krisenplanes und die Besprechung der Rückfallprophylaxe bilden den Abschluss der Gruppe.

 

Soziale Kompetenzgruppe

 

Oft entstehen Missverständnisse oder Konflikte im zwischenmenschlichen Bereich. Sein Recht durchzusetzen, eigene Bedürfnisse und Gefühle angemessen zu äußern oder um Sympathie zu werben, sind wichtige Ziele in dieser Gruppe. Sie lehnt sich inhaltlich an das Gruppentraining sozialer Kompetenzen (R. Hinsch und U. Pfingsten, 1991) an. Im Vordergrund steht das Rollenspiel, in dem konkrete Situationen in der Gruppe geübt werden können. Hier setzen wir unter anderem Videotechnik ein, damit Sie Rückmeldungen erhalten und sich selbst erleben können – eine hervorragende Möglichkeit, um Ansatzpunkte zur Veränderung zu sehen.

 

Stressbewältigungsgruppe

 

In Anlehnung an das Stressbewältigungsprogramm „Optimistisch den Stress meistern“ (K. Reschke, H. Schröder, 2000) unterstützen wir Sie bei aktiver Stressbewältigung, Kontrolle negativer Gefühle, Selbstwertstabilisierung und Zukunftsplanung, beim Entdecken und Nutzen sozialer Ressourcen, Quellen des Wohlbefindens sowie Erlernen und alltagsintegrierten Anwenden einer für Sie geeigneten Entspannungstechnik.

 

Schmerzbewältigungsgruppe

 

Wenn Sie unter chronischen Schmerzen leiden, werden wir Ihnen in dieser Gruppe Kenntnisse über die Schmerzwahrnehmung und Ansatzpunkte der aktiven Schmerzbewältigung vermitteln. Dabei gehen wir unter anderem auf Unterschiede zwischen akutem und chronischem Schmerz sowie negative und positive Einflüsse auf das Schmerzerleben ein.

 

Angstbewältigungsgruppe

 

Zur Bewältigung von Ängsten und Panikattacken vermitteln wir Ihnen in dieser Gruppe Aspekte der Diagnostik, Entstehungs- und Erklärungsmodelle sowie Rückfallprophylaxe. Wir erläutern Angstbewältigungsstrategien, die Sie teilweise durchführen können. Somit legen wir den Grundstein dafür, dass Sie mit Ihrem Bezugstherapeuten konkrete Übungsziele und entsprechende Übungssituationen vereinbaren bzw. ein Expositionstraining durchführen.

 

Gruppe „Genuss und Essen“

 

Psychologen, Ernährungsberater und Sporttherapeuten arbeiten bei der Durchführung dieser Gruppe Hand in Hand, womit wir allen Aspekten von Problemen mit dem Essverhalten und Essstörungen gerecht werden. Gemeinsam mit Ihnen analysieren wir Ihr Essverhalten, beziehen dabei Ihre Erfahrungen aus der Ursprungsfamilie mit ein, thematisieren Körperschemastörungen und den Zusammenhang zwischen Essen und Emotionen. Ziel ist ein adäquates, auf Ihre jeweiligen Besonderheiten abgestimmtes, gesundes Essverhalten.

 

Achtsamkeitsgruppe

 

In der Achtsamkeitsgruppe werden den Patienten Strategien zur gezielten Lenkung der Aufmerksamkeit sowie zur Entwicklung, Einübung und Stabilisierung einer erweiterten Haltung von Präsenz und Nicht-Werten vermittelt. Dabei werden Wege zu einer gesteigerten Achtsamkeit auf Körperempfindungen, Sinneswahrnehmungen, eigene Gefühle und Gedanken sowie auf ein achtsames Miteinander vertieft. Im Rahmen der Gruppe erfahren die Patienten mittels formaler Übungen als auch alltagsnaher Praktiken den Wert der Integration einer achtsameren Haltung in das eigene Leben.

 
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