Indikation


Das Indikationsspektrum der Burgenlandklinik umfasst alle üblichen Indikationen für eine stationäre Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin. Dazu zählen insbesondere Depressionen, Angststörungen, somatoforme Störungen, Essstörungen und Zwangsstörungen.

Weitere Behandlungsindikationen sind Anpassungsstörungen, posttraumatische Störungen, dissoziative Störungen, psychische Faktoren bei körperlichen Erkrankungen sowie Persönlichkeitsstörungen. Des Weiteren können auch Patienten mit Psychosen des schizophrenen Formenkreises aufgenommen werden, sofern diese Patienten nicht akut psychotisch oder suizidal sind.

Darüber hinaus behandeln wir Patienten im Rahmen einer Alkoholentwöhnung, da wir seit Sommer 2003 eine Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen, die „Station Groddeck“, in unser Rehabilitationskonzept integriert haben.

Es finden sich aber auch bei unseren psychosomatisch erkrankten Patienten Suchterkrankungen als Zweit- und Drittdiagnose. Hierzu zählen insbesondere Alkoholmissbrauch, Nikotinmissbrauch oder  -abhängigkeit sowie Benzodiazepinmissbrauch bzw. -abhängigkeit, die ebenfalls unter verhaltenstherapeutisch-verhaltensmedizinischen Gesichtspunkten mitbehandelt werden.

Als sogenannte „Nebendiagnosen“ werden zusätzlich psychogen mitbedingte somatoforme Störungsbilder, wie z. B. essentielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Colitis ulcerosa, Migräne, aber auch Erkrankungen des muskulo-skelettalen Systems, mitbehandelt.


Behandlungsindikationen der Burgenlandklinik

F 0 Organisch bedingte psychische Störungen
F 06 Psychische Störungen aufgrund einer Funktionsstörung des Gehirns
(insbesondere F 06.3, F 06.4, F 06.6, F 06.7)

F 07 Verhaltensstörungen aufgrund einer Funktionsstörung des Gehirns

F 1 Psychische Störungen durch psychotrope Substanzen
(insb. Alkohol (F 10), Cannabinoide (F 12), Sedativa (F 13), Tabak (F 17)

F 10.1, F 12.1, F 13.1, F 17.1 Schädlicher Gebrauch der o.g. Substanzen (ohne Abhängigkeit!)

F 10.20, F 12.20, F 13.20 F 17.20 Abhängigkeitssyndrome der o.g. Substanzen (in Abstinenz!)

F 10.7, F 12.7, F 13.7 Restzustände nach o.g. Substanzen (außer Demenz F 1X.73!)
Aktive Suchterkrankungen mit gegenwärtigem Substanzgebrauch sind hier jedoch ausgeschlossen (vgl. auch die u. g. Kontraindikationen) außer: Tabak

Für die Alkoholentwöhnungsbehandlung gelten diese Einschränkungen natürlich nicht.

F 2 Schizophrene/Psychotische Störungen

Akute Schizophrenien und andere akute Psychosen sind jedoch Kontraindikationen!

F20.X2 Schizophrenie mit stabilem Residuum, F 20.X4 Schizophrenie mit unvollständiger Remission

F 22 Wahnhafte Störungen

F 25 Schizoaffektive Störungen (im Remissionsstadium)

F 3 Affektive Störungen

Akute Manien und Depressionen mit Suizidalität sind jedoch Kontraindikationen!

F 31 Bipolare affektive Störungen

F 32.0 Leichte depressive Episoden, F 32.1 Mittelgradige depressive Episoden

F 33.0 Rezidivierende depressive Störungen

F 34.0 Zyklothymia, F 34.1 Dysthymia

F 4 Neurotische und Somatoforme Störungen

F 40.0 Agoraphobie, F 40.1 Soziale Phobie, F 40.2 Spezifische Phobien

F 41.0 Panikstörung, F 41.1 Generalisierte Angststörung, F 41.2 Gem. Angststörung

F 42 Zwangsstörungen

F 43 Reaktive Psychische Störungen

F 44 Dissoziative Störungen

F 45 Somatoforme Störungen

F 48 Sonstige Neurotische Störungen

F 5 Verhaltensauffälligkeiten i. V. m. körperlichen Störungen und Faktoren

F 50 Essstörungen

F 51 Nichtorganische Schlafstörungen

F 54 Psychische Faktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten

F 55 Medikamentenmissbrauch

F 6 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

F 60 Persönlichkeitsstörungen

F 61 Kombinierte Persönlichkeitsstörungen

F 62 Persönlichkeitsveränderungen

F 63 Störungen der Impulskontrolle

F 68 Sonstige Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

F 90 Hyperkinetische Störungen

F 90.8 ADHS im Erwachsenenalter

Weitere Beschwerdebilder:

Z 73 Burn out

Aufgenommen werden Patienten ab dem vollendeten 17. Lebensjahr, die fähig sind, ohne wesentliche fremde Hilfe die Angebote unserer Klinik in Anspruch zu nehmen und die angezeigten Maßnahmen durchzuführen. Dies schließt auch Patienten des höheren Lebensalters ein, die an den genannten Störungen leiden.

Kontraindikationen

Patienten, die in ihrem Realitätsbezug und/oder in ihrer Alltagsbewältigung aus psychischen oder körperlichen Gründen erheblich behindert sind, können nicht aufgenommen werden. Hierzu gehören Patienten mit schweren körperlichen Behinderungen, die eine ständige Hilfsbedürftigkeit bedingen. Die Klinik ist auch nur eingeschränkt für Rollstuhlfahrer geeignet.

Patienten mit Demenzen oder anderen schweren Psychosyndromen, akuten Psychosen und solche mit aktueller suizidaler Gefährdung können nicht aufgenommen und behandelt werden.

Übergeordnete Indikationskriterien

Da für die Störungen der genannten Indikationsbereiche prinzipiell auch ambulante Behandlungsoptionen gegeben wären, sollten bei der Einweisungsentscheidung vor allem  spezielle Aspekte des jeweiligen Störungsbildes in Betracht gezogen werden, die in der Regel ein stationäres Therapiesetting erforderlich machen. Solche Aspekte können beispielsweise sein:

 

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Chronisches Krankheitsverhalten

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Multimorbidität, Notwendigkeit der Kombination somatomedizinischer und psychotherapeutischer Maßnahmen

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Vorliegen von schweren sozialen Beeinträchtigungen, z. B. soziale Defizite, Vereinsamung, Arbeitsplatzprobleme, Partnerproblematik

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Notwendigkeit der Herausnahme des Erkrankten aus dem sozialen Umfeld, z. B. bei starker beruflicher oder privater Belastung, ausgeprägten Versagenszuständen

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Fehlen zielführender ambulanter psychosomatischer bzw. psychotherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten am Wohnort des Patienten

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Indikation seitens der Kosten-/Leistungsträger, z. B. bei Rentenantrag, beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen, sozialmedizinischer Beurteilung in Zusammenhang mit der Bedrohung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit

 
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