Rehabilitationsdiagnostik


Somatische Diagnostik

 

Die körperliche Aufnahmeuntersuchung wird von einem entsprechend qualifizierten Arzt vorgenommen, wobei neben der körperlichen Untersuchung ein Basislabor und eine elektrokardiographische Untersuchung durchgeführt werden. Bei Auffälligkeiten im Aufnahme-EKG oder im Verlauf der Behandlung des Patienten bestehen Möglichkeiten einer weiteren apparativen Standarddiagnostik (z. B. Langzeit-EKG oder Langzeit-Blutdruckmessung).

Zum Basislabor gehören:
BSG, Nüchternblutzucker, SGOT, SGPT, Gamma-Gt, Bilirubin gesamt, alkalische Phosphatase, Kalium, Natrium, Calcium, Cholesterin, Triglyceride, Harnsäure, Kreatinin im Serum, Differenzialblutbild, Leukozyten, Hb, Thrombozyten, Urinteststreifen mit Sediment. 

Für eine weiterführende Diagnostik und in Akutfällen kooperieren wir mit den Kliniken in Naumburg und Jena.

 

Testpsychologische Diagnostik


Die Psychodiagnostik hat im Rahmen der Psychotherapie einen hohen Stellenwert und ist unverzichtbar. Durch indikationsorientierte Diagnostik (Prä-Diagnostik) wird die Ausgangslage jedes Patienten bezüglich seiner Beschwerden, der aktuellen Stimmungslage und der Persönlichkeitsanteile erfasst.

Die computergestützte Auswertung erlaubt dem Behandler eine Überprüfung und Ergänzung des klinischen Eindrucks und dient als Grundlage für eine optimale Zuordnung von Behandlungsmethoden. Je nach Erkrankungsbild wird zusätzlich eine Psychodiagnostik durchgeführt. So kann unterstützend für den Patienten ein individuelles Therapieprogramm erstellt werden.

Daneben hat die Psychodiagnostik letztendlich auch eine eigenständige therapeutische Funktion, da die diagnostischen Erkenntnisse mit jedem Patienten besprochen werden und er Einsicht in Problemzusammenhänge gewinnen kann. Dadurch werden Selbstreflexion und Selbstmanagement gefördert. Somit erhält der Behandler einen guten Überblick über die wichtigsten Problembereiche.
Am Ende der Therapie werden die gleichen testdiagnostischen Untersuchungen durchgeführt wie zu Beginn der Therapie (Post-Diagnostik). Dies erlaubt vor allem eine Beurteilung des Erfolges und der Effektivität der Therapie und somit für den Patienten und Therapeuten die Beurteilung der Therapiezielerreichung. Damit stellt die Testdiagnostik insgesamt ein wichtiges Instrument zur Sicherung der Ergebnisqualität dar.

Bei vielen psychischen Störungen treten kognitive Defizite auf, welche eine erfolgreiche Auseinandersetzung des Patienten mit seiner Umwelt, in Familie, am Arbeitsplatz in Frage stellen, die Möglichkeiten zur Entwicklung von Bewältigungsstrategien reduzieren und die im beruflichen Alltag geforderten Fähigkeiten herabsetzen. Falls sich aus Befundanamnese und/oder klinischem Alltag entsprechende Hinweise ergeben, wird eine vertiefende Testdiagnostik durchgeführt. Ebenso ist es teilweise notwendig, die intellektuelle Leistungsfähigkeit durch testdiagnostische Verfahren zu prüfen, um den Patienten in angemessener Weise zu fordern und zu fördern.

Im weiteren Verlauf der Therapie werden psychodiagnostische Verfahren vor allem bei der Verlaufsanpassung von Indikationsentscheidungen an Veränderungen des Problemverhaltens und/oder der Therapieziele eingesetzt, ebenso zur Verlaufs- und Prozessdiagnostik und zu einer therapiebegleitenden Veränderungsmessung.

Eine Test-Bibliothek mit Intelligenz-, Leistungs- und Persönlichkeitstests sowie klinischen, neuropsychologischen und medizinpsychologischen Verfahren steht zur Verfügung.

 

 

 
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